Die Pflege von Software und dessen Abhängigkeiten bzw. die Aktualisierung von Software kann für Entwickler und Unternehmen ein echter Schmerzpunkt sein. Sie kann zeitaufwändig und kostspielig sein, ist aber oft notwendig, um mit den neuesten Sicherheitsupdates und Funktionen Schritt halten zu können.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Softwarewartung anzugehen. Eine Möglichkeit ist, sie selbst durchzuführen, was zwar zeitaufwändig ist, Ihnen aber die volle Kontrolle über den Prozess gibt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Wartung an einen Drittanbieter auszulagern, wodurch Sie zwar Zeit und evtl. Geld sparen, aber möglicherweise nicht das gleiche Maß an Kontrolle haben.
Welcher Ansatz der beste ist, hängt von Ihren spezifischen Bedürfnissen und Ressourcen ab. Aber unabhängig davon, wie Sie vorgehen, ist die Softwarewartung ein wichtiger Bestandteil, um Ihre Anwendungen sicher und auf dem neuesten Stand zu halten.
Was ist Softwarewartung?
Bei der Softwarewartung geht es darum, die Software auf dem neuesten Stand zu halten und für einen reibungslosen Betrieb zu sorgen. Dazu gehören die Aktualisierung von Software-Abhängigkeiten, Rollouts und Fehlerbehebungen. Sie umfasst auch allgemeinere Wartungsarbeiten, wie Leistungsoptimierung und Dokumentation. Die Wartung von Software ist dabei kein einmaliger Vorgang, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der die gesamte Lebensdauer einer Anwendung begleitet.
Warum ist Softwarewartung wichtig?
Es gibt viele Gründe, warum Softwarewartung wichtig ist. Die wohl wichtigste ist, dass sie zur Sicherheit Ihrer Anwendungen beiträgt, indem sie Sicherheitslücken schließt, sobald sie entdeckt werden. Ferner ermöglicht sie es Ihnen, neue Merkmale und Funktionen zu nutzen, sobald sie zur Verfügung stehen. Und letztlich kann sie dazu beitragen, die Anwendungsleistung im Laufe der Zeit zu verbessern.
Die vier Arten der Softwarewartung
Die Wartung von Software lässt sich nach dem internationalen Standard ISO/IEC 14764 in vier grundlegende Kategorien unterteilen. Jede Art der Software Wartung erfüllt einen spezifischen Zweck und trägt dazu bei, Ihre Applikationen langfristig funktionsfähig und sicher zu halten.
Korrektive Wartung (Fehlerbehebung)
Die korrektive Wartung umfasst die Behebung von Fehlern und Bugs, die im laufenden Betrieb entdeckt werden. Dies ist die reaktivste Form der Softwarewartung und wird ausgelöst, wenn Anwender Probleme melden oder automatisierte Monitoring-Systeme Fehler erkennen. Ohne systematische korrektive Wartung können sich kleine Fehler zu kritischen Systemausfällen entwickeln.
Adaptive Wartung (Anpassung an neue Umgebungen)
Adaptive Wartung wird notwendig, wenn sich die technische Umgebung ändert, in der Ihre Software betrieben wird. Typische Beispiele sind Betriebssystem-Updates, neue Datenbankversionen, geänderte Schnittstellen (APIs) oder neue gesetzliche Anforderungen wie die DSGVO. Ohne adaptive Software Wartung riskieren Unternehmen Kompatibilitätsprobleme und Betriebsunterbrechungen.
Perfektive Wartung (Verbesserungen und neue Funktionen)
Bei der perfektiven Wartung geht es darum, bestehende Software zu verbessern und um neue Funktionen zu erweitern. Dies kann die Optimierung der Benutzeroberfläche, die Verbesserung der Performance oder die Ergänzung neuer Features umfassen. Perfektive Wartung sorgt dafür, dass Ihre Software mit den wachsenden Anforderungen Ihres Unternehmens Schritt hält.
Präventive Wartung (Vorbeugung zukünftiger Probleme)
Die präventive Wartung zielt darauf ab, potenzielle Probleme zu erkennen und zu beheben, bevor sie auftreten. Dazu gehören Code-Refactoring, die Aktualisierung von Abhängigkeiten, die Verbesserung der Testabdeckung und das Monitoring der Systemgesundheit. Langfristig ist die präventive Wartung die kosteneffizienteste Art der Softwarewartung, da sie teure Notfall-Reparaturen vermeidet.
Viele Unternehmen neigen dazu, nichts zu tun
Einige Stimmen sagen: Software Systeme veralten sobald sie ausgerollt werden. Dieser etwas radikale Blickpunkt sagt im Prinzip aus, dass die Fertigstellung und der produktive Einsatz nicht das Ende ist. Im Prinzip geht es jetzt erst richtig los: Wartung, Monitoring, Erweiterung sind nur die offensichtlichsten Aspekte für die Gewährleistung eines reibungslosen Betriebs. Dies bedeutet, dass Sie sich rund um die Uhr um ihre Software kümmern müssen, sobald sie in Betrieb genommen wurde.
Viele Unternehmen vernachlässigen einige oder alle dieser Punkte. Vielleicht sind sie sich nicht bewusst, dass Software, wie jedes andere Produkt auch, gewartet und gelegentlich aktualisiert werden muss. Oder aber es fehlen Schlicht die Ressourcen. In anderen Fällen sind Unternehmen der Meinung, dass ihre Software gut genug funktioniert und Aktualisierungen nicht notwendig sind. In jedem Falle gilt jedoch: Wenn Unternehmen ihre Software nicht auf dem neuesten Stand halten, besteht die Gefahr von Sicherheitslücken, Leistungs- und Kompatibilitätsproblemen.
Langfristig betrachtet verschärft sich das Problem. Mit der Zeit wird die Wartung von Software, die nicht aktualisiert wird, immer kostspieliger. Veraltete Software erfordert möglicherweise mehr Ressourcen, um ordnungsgemäß zu funktionieren, und ist möglicherweise nicht in der Lage, die Vorteile neuer Technologien zu nutzen. Unternehmen, die ihre Software nicht auf dem neuesten Stand halten, können dadurch einen Wettbewerbsnachteil erleiden. Im schlimmsten Fall ist die Software mit anderen Softwarekomponenten oder der Hardware nicht mehr kompatibel. In Extremfall müssen teure Verträge mit Herstellern abgeschlossen werden, nur um veraltete Software weiter am Leben zu halten. Ein Beispiel für teure Supportverträge war das beliebte Betriebssystem Windows XP von Microsoft. Viele Unternehmen – darunter auch deutsche Landesbehörden – haben es nicht geschafft rechtzeitig auf neuere Versionen zu aktualisieren und mussten viel Geld für weitere Sicherheitsupdates in die Hand nehmen.
Was auch immer der Grund sein mag, es ist wichtig, dass Unternehmen sich der Risiken bewusst sind, die der Einsatz veralteter Software mit sich bringt. Wenn sie es versäumen, ihre Software auf dem neuesten Stand zu halten, können sie sich selbst in einen Nachteil bringen.
Was kostet Softwarewartung? Typische Kosten für KMU
Die Softwarewartungskosten sind ein wesentlicher Faktor in der Gesamtkostenrechnung (Total Cost of Ownership) jeder Anwendung. Als Faustregel gilt: Die jährlichen Kosten für die Wartung von Software betragen typischerweise 15 bis 20 Prozent der ursprünglichen Entwicklungskosten. Bei einer individuell entwickelten Software mit Entwicklungskosten von 50.000 Euro sollten Unternehmen also mit 7.500 bis 10.000 Euro pro Jahr für die laufende Wartung rechnen.
Ohne einen strukturierten Softwarewartungsvertrag werden Kosten häufig unplanbar. Notfall-Reparaturen kosten erfahrungsgemäß drei- bis fünfmal mehr als geplante, proaktive Wartungsarbeiten. Ein reaktiver Ansatz bei der Software Wartung führt langfristig zu deutlich höheren Gesamtkosten und einem erhöhten Ausfallrisiko.
| Wartungsart | Typische Kosten | Intervall |
|---|---|---|
| Sicherheitsupdates | Im Softwareabo enthalten | Laufend |
| Bug-Fixes (reaktiv) | 150–300 €/Stunde | Nach Bedarf |
| Proaktive Wartung | 300–800 €/Monat | Monatlich |
| Vollständiger Wartungsvertrag | 800–2.500 €/Monat | Monatlich |
Hinweis: Diese Angaben sind Richtwerte. Die tatsächlichen Softwarewartungskosten hängen von der Komplexität der Anwendung, der eingesetzten Technologie und dem gewünschten Service-Level ab.
Softwarewartung auslagern oder selbst machen?
Die Frage, ob Unternehmen die Wartung von Software intern durchführen oder an einen externen Dienstleister auslagern sollten, hängt von mehreren Faktoren ab. Wenn Sie über ein dediziertes Entwicklerteam verfügen, das die eingesetzte Software entwickelt hat und tiefgreifendes Systemwissen besitzt, kann eine interne Applikationswartung sinnvoll sein. Ihr Team kennt die Architektur, die Abhängigkeiten und die Besonderheiten der Anwendung und kann schnell auf Probleme reagieren.
Für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist Outsourcing jedoch die bessere Wahl. Wenn kein internes IT-Team vorhanden ist, wenn Legacy-Systeme mit veralteten Technologien gewartet werden müssen oder wenn vertraglich vereinbarte SLAs (Service Level Agreements) und garantierte Reaktionszeiten benötigt werden, bietet die Auslagerung an einen erfahrenen Partner klare Vorteile. Ein externer Dienstleister bringt nicht nur technische Expertise mit, sondern auch standardisierte Prozesse für Monitoring, Updates und Notfallmanagement.
Unabhängig davon, ob Sie die Softwarewartung intern oder extern organisieren: Entscheidend ist, dass sie systematisch und kontinuierlich erfolgt. Wir bei Ucar Solutions entwickeln individuelle Softwarelösungen und übernehmen auf Wunsch auch die langfristige Wartung und den Betrieb. Ergänzend bieten wir IT-Security Reviews an, um sicherzustellen, dass Ihre Anwendungen nicht nur funktional, sondern auch sicher sind.
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Häufige Fragen zur Softwarewartung (FAQ)
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